Sind die Deutschen zu dumm für gutes Fernsehen ?
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Gleich 2 Sender meldeten in den letzten Tagen finanzielle Probleme. Dabei handelt es sich`s um den Literaturkanal “lettra”, und den alpinen Sender Outpro TV. Beide Sender zeigen ein Programmangebot, dass qualitativ weit über den der meisten anderen deutschen Spartensender ist.
Aber warum bekommen dann diese 2 Sender solche finanziellen Schwierigkeiten ? Und warum geht es anderen, qualitativ minderwertigen Sender wie “Telemedial”, “DMAX” oder “Tier TV” so gut ? Die Antwort kann man sich ja eigentlich ganz einfach zusammenreimen. Denn gerade ein frei empfangbarer Sender wie Outpro finanziert sich hauptsächlich über Werbung. Um so mehr Zuschauer nachweisbar sind, um so höher sind eben auch die Werbeeinnahmen. Das heißt, die deutschen Zuschauer meiden allen Anschein nach gutes Sparten-TV. Aber warum ? Sind wir als Zuschauer einfach zu blöd um diese Programme zu verstehen ? Scheinbar ja ! Denn wenn es sich heutzutage Sender wagen, ein Angebot ausserhalb des üblichen Trash-TV zu zeigen, schalten wir um. Dazu kommt, wenn ein TV Sender wie “lettra” über Bücher, Bücherverfilmungen und so weiter berichtet, dass ja eindeutig der Kulturschiene zugeordnet werden kann, aber diese nicht öffentlich gefördert werden, dann gehen eben auch solche Sender baden.
Es ist wirklich schade, dass die Leute lieber einen heiratswilligen Bauern zugucken, als über Bücher oder die regionalen Bergwelten informiert werden wollen. Deutschland war einst das Land der Dichter und Denker, heute sind wir nur noch ein Volk des stupiden einheits Trash-TV`s.
April 4, 2008 um 10:32
Problem der beiden Sender waren nicht die fehlenden Werbeeinnahmen, sondern die Unfähigkeit unserer großen Manager in Deutschland. In diesem Fall die von der Bayern LB. Sie haben Milliarden im Ausland verpulfert. Dafür wurde die Förderung für den Outdoorsender OutPro im eigenen Land trotz sicherer Zusage eingefroren. Kein Wunder dass eine solch böse Überraschung, rund 3 Monate nach dem Sendestart nicht aufzufangen ist. Ergebnis: Mehr als 50 Mitarbeiter sitzen damit wieder auf der Straße. Vermutlich werden auch noch weitere kleine bzw Spartensender folgen, für die ein Jahreseinkommen der Vorstände, die für diese Misere verantwortlich sind als Budget leicht reichen würde. Danke ihr Großverdiener!!!!